MigraPEN, 3mg Imigran

Es ist über ein Jahr nichts in diesem Blog passiert, weil halt nichts Neues passiert ist. Zumindest nichts was bei mir angekommen wäre. Und da mein eigener Kopf derzeit recht ruhig ist, habe ich mir auch mehr oder weniger eine Auszeit von dem Thema erlaubt. Sich mit Kopfschmerzen zu beschäftigen, wenn man selber gerade mal keine hat muss ja nicht immer sein. Mir kommt es vor, als hätte ich einen gewissen Vorsprung und könnte mir eine Pause erlauben. Wenn ich mal ein Auge in die heutigen Social Media Kanäle werfe, dann registriere ich dort eine Mischung aus gemeingefährlicher Desinformation und endlosen Wiederholungen in Instagram-Stories. Möglicherweise werde ich zu alt für derart ineffiziente, weil flüchtigen Informationen. Die eben deswegen immer wieder Wiederholt werden müssen. Und um in dem Rauschen von immer mehr und mehr Nachrichten aufzufallen muss man immer ein wenig mehr blinken und glitzern als die anderen. Das ist aus der Sicht des Migräneurs alles andere als Erstrebenswert.

Doch mein immer weiter steigendes Unverständnis über das Phänomen Social-Media und die schwindende Fähigkeit zur Quellenbewertung sollte hier und heute gar nicht das Thema sein. Allerdings hat sich das im vergangenen Jahr doch etwas aufgestaut, muss ich gestehen.

Das Thema hier und heute: Der MigraPEN® aus dem Hause Lupin. Eigentlich gar nichts neues, sondern nur die Hälfte von einem der ältesten Migräne- und Clusterkopfschmerzmedikamente.
Vor rund 28 Jahren, am 17.12.1992 wurde die Zulassung für Imigran®-Inject aus dem Hause GlaxoSmithKline erteilt. Dieser enthält 6mg Imigran. Am 1.10.2020 hat der MigraPEN® von Lupin seine Zulassung erhalten. Dieser ist das zweite Generikum nach Sumatriptan-Hormosan Inject für subkutanes Imigran. Dieses mal jedoch mit der halben Dosis. Diese bietet der Apotheker Thomas Dietrich von der Rieselfeldapotheke in Freiburg zwar bereits seit Ende 2018 an, aber die „Anmischung“ in der Apotheke hat es nicht in alle Arzneimittelverzeichnisse geschafft, so das es bei einigen Ärzten immer schwierig war sich diese verschreiben zu lassen. Auch empfanden einige die Handhabung der klassischen Injektionsspritze als komplizierter. Ein nicht zu schlagender Vorteil ist jedoch die individuell zu regulierende Wirkstoffmenge. Auch wenn prinzipiell eine Alternative mit einer geringeren Wirkstoffmenge sehr wünschenswert ist, hoffe ich dass der MigraPEN® nicht das aus für das Angebot der Rieselfeldapotheke bedeutet.

Informationen aus erster Hand gibt es beim Hersteller:

https://www.lupineurope.de/produkte

Rafael Verfasst von:

Radfahrer, Bestsellerautor, Blogger und Yogi. Aber auch Besserwisser, Klugscheisser, Korinthenkacker, Haarspalter und Goldwaagenbesitzer. Darüber hinaus noch diplomierter Lippemüllsammler und auch sonst eher Idealist.

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