Clustifer

Juhu. Ein Film über Clusterkopfschmerzen. Ruft die Gemeinde.
Ich war ein wenig reservierter.
Was zeigt der Film überhaupt?

Es gibt viele Filmschnipsel auf Youtube, welche von Betroffenen während einer Attacke aufgenommen und selbige während dieser zeigen. Und genau so wunderbar choreografiert sind diese dann auch meist. Ich stehe diesen Home-made Horrorvideos tatsächlich ziemlich skeptisch gegenüber. Auch weil in einigen ziemlich zweifelhafte Verhaltensweisen dargestellt werden. Und es wird eigentlich immer nur dargestellt, wie schlecht es einem mit Clusterkopfschmerzen halt gehen kann.
Clustifer macht etwas ähnliches. Nur viel künstlerischer.

Clustifer zeigt 15 Minuten einen Mann, der Angst vor der nächsten Attacke hat und dessen Angehörige hilflos sind. Das wars. Keine Ideen, keine Hilfestellung wie man das ändern könnte.
Für Betroffene ist der Film damit nur eine unschöne Erinnerung. Verzeiht die harte Kritik, aber er weckt tatsächlich Erinnerungen die ich gar nicht haben will. Angehörigen dürfte der Film auch nichts bringen. Wem er überhaupt etwas bringt weiss ich tatsächlich nicht. Aber so ist das halt mit der Kunst. Von der verstehe ich halt nichts.

Etwas bringt er aber doch. Das fand ich zwar nicht hilfreich, aber doch ziemlich spannend. Das ich mich durchaus in jemand aus dem Libanon wiedererkennen kann. Da ist der Film nämlich entstanden. Krankheiten kennen halt keine Grenzen.

Es folgt der Link zum Trailer. Wo man sich den Film überhaupt anschauen könnte, kann ich euch leider nicht verraten. Ich habe ihn ganz einfach auf Youtube gesehen. Das er dort eingestellt war, war sicherlich ein Versehen, Denn am nächsten Tag war er schon wieder verschwunden.

Rafael Verfasst von:

Radfahrer, Bestsellerautor, Blogger und Yogi. Aber auch Besserwisser, Klugscheisser, Korinthenkacker, Haarspalter und Goldwaagenbesitzer. Darüber hinaus noch diplomierter Lippemüllsammler und auch sonst eher Idealist.

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