Der einen Stigma setzt andere unter Druck

Per Tweet wurde ich auf den Artikel The High Stakes, Stigma, and Risks of Migraine in Football aufmerksam.

Und schon während ich ihn las, hatte ich ein zweischneidiges Gefühl. Welches mich auch einen Tag danach nicht verlassen mag.

Es ist ja schön, das für einige gilt: „That doesn’t prevent people with Migraine from excelling in sports“.
Die im folgenden aufgezählten sind American Football Spieler, und damit „heroes of masculine strength and perseverance“.
Und daher schlägt das böse Stigma hier noch unbarmherziger zu als für gewöhnlich.
Schön und gut, aber bei mir kam ein anderer Subtext irgendwie deutlicher an.

Migräne hindert einige nicht daran große Leistungen zu erbringen.

Ich weiß nicht, wie es euch dabei geht. Ich fühle mich dadurch unter Druck gesetzt.
Aber die meisten schaffen es auch ohne Migräne nicht zum Weltklassesportler. Das beruhigt wieder ein wenig.
Im Ernst: Beispiele für ein erfülltes Leben mit Krankheit XY gefallen mir meist. Aber Spitzensport trotz Migräne – Das hat was von „Stell dich nicht so an.“

Vielleicht habe ich aber auch nur meine empfindliche Woche.
Wie seht ihr das?

Rafael Verfasst von:

Radfahrer, Bestsellerautor, Blogger und Yogi. Aber auch Besserwisser, Klugscheisser, Korinthenkacker, Haarspalter und Goldwaagenbesitzer. Darüber hinaus noch diplomierter Lippemüllsammler und auch sonst eher Idealist.

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