Wie gehst du mit depressiven Gedanken um?

Dies ist eine Frage, die so sinngemäß immer wieder gestellt wird. In der klassischen Selbsthilfegruppe ebenso wie in Facebookgruppen.
Kann man diese Frage pauschal, knapp und hilfreich beantworten? Oder muss man mehrere Bücher lesen und über Monate eine Therapie machen? Oder gleich mehrere?
Man muss nicht, sollte aber – Wie ich finde.
Solche Gedanken kommen einem nicht innerhalb einer Viertelstunde, und somit wird man sie auch ganz bestimmt nicht in fünf Minuten wieder los. Die kann, ganz im Gegenteil sogar harte Arbeit bedeuten. Und es gibt auch kein „Patentrezept“, was man dagegen tun kann. Aber es gibt so etwas wie ein Muster.
Nahezu allen Schilderungen von einem erfolgreichen Umgang mit depressiven Gedanken ist gemeinsam, das man einen Bogen um selbige macht und so Platz für schöne Gedanken und Erinnerungen schafft.
Die Frage: „Wie gehst du mit depressiven Gedanken um?“ lässt sich damit sogar in nur einem Wort beantworten, wenn es denn sein muss.
Überlagerung!
So gebe ich destruktiven Gedankenspiralen keinen Raum in meinem Hirn.
Womit diese Überlagerung jedoch gelingt, muss jedoch jeder für sich selbst herausfinden.

Für mich passiert vieles davon auf dem Fahrrad. Es sind und bleiben die von Verlouria in ihrem wunderbaren Blogpost „The 12 Stages of Climbing Addiction“ beschriebenen Gefühle, die mir an vielen Steigungen durch den Kopf gingen und sicher noch gehen werden.
Nebenbei bemerkt; Steigungen sind wesentlich schöner als Gegenwind. Denn einen Gipfel zu erreichen, bedeutet ein Ziel zu erreichen. Und es gibt eine Belohnung. Die Aussicht und die Möglichkeit hinab zu rollen. Gegenwind ist nur verschwendete Energie.

So neulich sehr deutlich geschehen bei einer Ausfahrt im Sauerland. Am Ende des SauerlandRadrings war noch zu viel Tageslicht übrig und auf einem Gipfel entlang des Weges stand dieser Sendemast. Den könnte man sich ja mal aus der Nähe anschauen.

Sendemast auf der Markshöhe

Gesagt … getan.

Getting Closer

Über asphaltierte Nebenstraßen und breite Forstautobahnen geht es Kurbelumdrehung für Kurbelumdrehung weiter nach oben.

and closer

Der Sendemast selber, ist zugegeben ein Stahlgerüst wie alle anderen auch.

Sendemast auf der Markshöhe

Aber die Aussicht von der Markshöhe war die Mühe wirklich wert.

Aussicht

Das ergibt eine Erinnerung, die nicht umsonst war, und somit um so deutlicher in selbiger bleibt.

Rafael Verfasst von:

Radfahrer, Bestsellerautor, Blogger und Yogi. Aber auch Besserwisser, Klugscheisser, Korinthenkacker, Haarspalter und Goldwaagenbesitzer. Darüber hinaus noch diplomierter Lippemüllsammler und auch sonst eher Idealist.

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